75 x 110 cm
Mixed Media auf Leinwand
Die Wand wird zum Erinnerungsraum. Sie erzählt nicht in Geschichten, sondern über das, was bleibt: Abdrücke, Farbschichten, Auslassungen. Die weiße Leere der abgenommenen Bilder verweist auf Vergangenes, das physisch verschwunden ist, aber in seiner Abwesenheit weiterwirkt.
Die Künstlerin hat die Oberfläche in einem langwierigen Prozess bearbeitet – Farbe aufgetragen, abgeschabt, erneut übermalt. Dieser malerische Vorgang spiegelt das Funktionieren von Erinnerung: nicht linear, sondern schichtweise, brüchig, selektiv.
Im Kontext der Ausstellung „ZeitRaum“ fungiert das Werk als stilles Zeugnis gelebter Zeit. Es lädt ein zur Betrachtung dessen, was Räume speichern – und was selbst ohne sichtbare Handlung erzählt werden kann.

